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Episodes
Die Psychiatrie befindet sich gegenwärtig in einer Krise. Die Anforderungen, denen sich die Psychiatrie in der modernen Gesellschaft in Deutschland gegenübersieht, und der Hilfebedarf steigen. Das medizinische Fachgebiet kann den an sie gestellten Erwartungen aber nicht mit den gewohnten Strategien, Paradigmen und Interventionen gerecht werden. Keine medizinische Fachdisziplin muss sich so intensiv mit der Wechselwirkung des menschlichen Individuums und seiner Umgebung, Widersprüchen zwischenmenschlichen Lebens und Life events auseinandersetzen.
Reden wir doch mal ehrlich darüber, was die Patientin Psychiatrie braucht.
Moderation: Jan Brüning gen. Brinkmann
Episodes

Thursday Jan 08, 2026
Thursday Jan 08, 2026
Doering S, Hartmann HP, Kernberg OF, Narzissmus, 2. akt. und erw. Aufl., Schattauer, 2021.
Hilbig BE, Moshagen M, Zettler I, Dark Factor - Die Essenz des Bösen in uns, Ariston, 2025.
Kohut H, Narzißmus - Eine Theorie der psychoanalytischen Behandlung narzißstischer Persönlichkeitsstörungen, Suhrkamp, 16. Aufl. 2014.
Lammers CH, Beziehungsgestaltung mit narzisstischen Menschen, Psychiatrie-Verlag, 2021.
Lasch C, Das Zeitalter des Narzißmus, DTV, 1986.
Oberleiter S, Stickel P, Pietschning J, A Farewell to the Narcissism Epidemic? A Cross-Temporal Meta-Analysis of Global NPI Scores (1982-2023), Journal of Personality, 2024.

Sunday Dec 21, 2025
Sunday Dec 21, 2025
Das gab es bei uns noch nicht - alle zusammen in einem Podcast. Wir sprechen in unserer moderierten Teamsitzung darüber, wie wir uns psychisch und körperlich gesund halten und was wir nicht nur Kolleg:innen empfehlen, um auf sich selbst gut zu achten.

Thursday Dec 11, 2025
Thursday Dec 11, 2025
In den vergangenen Podcasts haben wir immer wieder gehört, dass Gewalterfahrungen das Risiko psychisch krank zu werden stark erhöhen. Aber was passiert, wenn psychisch erkrankte Menschen selbst zu Täter:innen werden? Auch darum muss sich die Psychiatrie kümmern. Schließlich hat sie von der Gesellschaft eine klare, aber fast nicht zu bewältigende Aufgabe bekommen, für die der Schwerpunkt „Forensische Psychiatrie“ entwickelt wurde.
Die Forensische Psychiatrie soll verstehen, warum psychisch Kranke oder Suchterkrankte Straftaten begehen, soll ihre allgemeine Gefährlichkeit und Wiederholungsgefahr einschätzen und sie behandeln und/oder verwahren. Das erfordert nicht nur besondere Kenntnisse, sondern auch starke Nerven und sehr viel Erfahrung.
In Folge 8 befand sich Patientin Psychiatrie bereits mit einem Bein im Knast. Heute sprechen wir mit Carl-Ernst von Schönfeld, einem Psychiater, der viel Zeit mit beiden Beinen im Gefängnis verbracht hat.

Thursday Nov 27, 2025
Thursday Nov 27, 2025
An sich ist das Wort weniger als der Gedanke, der Gedanke weniger als die Erfahrung.
Literatur:
Allgemein
Bohus Martin (2024). DBT-Skillstraining, Schattauer.
Burkhard Alois (2018). Achtsamkeit - Entscheidung für einen neuen Weg, 2. Aufl., Schauttauer.
Chödron, Pema (2013). Meditieren – Freundschaft schließen mit sich selbst. Kösel.
Herrigel Eugen (1992). Der Zenweg, 12. Aufl., 1992, O.W. Barth.
Herrigel Eugen (1968). Zen in der Kunst des Bogenschießens, 16. Aufl., O.W. Barth.
Kornfield, Jack (2008). Das weise Herz. Goldmann-Verlag.
Kabat-Zinn, Jon (2013). Gesund durch Meditation (Full Catastrophe Living). Knaur MensSana TB
Achtsamkeit
Kabat-Zinn, Jon (2013). Gesund durch Meditation (Full Catastrophe Living). Knaur MensSana TB
Lehrhaupt, L. & Meinert, P. (2010). Stress bewältigen mit Achtsamkeit. Kösel
Michalak, J., Heidenreich, T. & Meibert, P. (2018). Achtsamkeit üben. Hogrefe.
Segal V., Williams, M.G., Teasdale, J.D. (2008, 2015). Die achtsamkeitsbasierte cognitive Therapie der Depresssion: Ein neuer Ansatz zur Rückfallprävention. DGVT Verlag
Williams, M., Teasdale, J., Zindel, S., Kabat-Zinn, J. (2009). Der achtsame Weg durch die Depression, Arbor-Verlag.
Mitgefühl
Germer, C. (2015). Der achtsame Weg zum Selbstmitgefühl. Arbor.
Jaenicke, C. (2006). Das Risiko der Verbundenheit – Intersubjektivitätstheorie in der Praxis. Klett-Cotta.
Kolts, R. (2017). CFT leicht gemacht - Eine Einführung in die Praxis der Compassion Focused Therapie. Arbor.
Neff, K. (2012). Selbstmitgefühl. Kailash.
Neff, K. & Germer, C. (2018). The Mindful Self-Compassion Workbook: A Proven Way to Accept Yourself, Build Inner Strength, and Thrive (Das Achtsame Arbeitsbuch für Selbstmitgefühl: Eine bewährte Methode, sich selbst zu akzeptieren, innere Stärke aufzubauen und aufzublühen. Guilford Press.
Regel, U.Y. (2016). Tonglen Praxis. Mitgefühl aussenden und Leid annehmen. Nymphenburger.
Singer, T. (2013). Mitgefühl in Alltag und Forschung. www.compassion-training.org
Liebende Güte
Frick, A., Thinnes, I., & Stangier, U. (2020). Metta-based group meditation and individual cognitive behavioral therapy (MeCBT) for chronic depression: study protocol for a randomized controlled trial. Trials, 21, 1-14.
Ricard, M. (2016). Allumfassende Nächstenliebe: Altruismus – die Antwort auf die Herausforderung unserer Zeit. Edition Blumenau.
Salzberg, S. (2006). Metta Meditation. Arbor Verlag.

Thursday Nov 13, 2025
Thursday Nov 13, 2025
Von der „Nummer gegen Kummer“, über den „traumasensiblen Umgang mit psychisch belasteten Kindern und Jugendlichen“ bis hin zu einem Anstieg der ambulanten und stationären Behandlungsplätze; die Maßnahmen zum Schutz der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen und können dennoch die riesige Anfrage nicht abdecken. Denn immer noch steht es, laut verschiedenen Studien schlecht um die psychische Gesundheit unseres Nachwuchses. Ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen sind psychisch belastet. Nicht nur die Pandemie, soziale Medien und die allseits ausgerufene Polykrise zerren an der psychischen Gesundheit der Kindern und Eltern, auch schwierige soziale Umstände und Einsamkeit fordern Ihren Tribut.
Patientin Psychiatrie spricht heute mit einem Arzt und Weltenwanderer, den Berliner Kinderpsychiater und bekannten Buchautor Jakob Hein. Geboren 1971 in Leipzig, international ausgebildet und literarisch originell, bewegt er sich geschickt sowohl in der herausfordernden Realität als auch der künstlerischen Fiktion. Mit dabei und mit uns beiden bekannt ist der Arzt, Philosoph und Buchautor Jann Schlimme.

Thursday Oct 16, 2025
Thursday Oct 16, 2025

Sunday Sep 21, 2025
Sunday Sep 21, 2025
Warum geht die Anzahl der psychisch Erkrankten trotz zunehmender Hilfangebote nicht zurück?
Leisten die Helfenden und das psychiatrische Versorgungssystem etwa keine gute Arbeit? Ist das Leben in den westlich geprägten Kulturen zu belastend geworden, so dass jede Hilfe ein Tropfen auf dem heißen Stein ist? Oder sprechen Helfende und Betroffene über psychische Probleme und vermeintliche Diagnosen auf höchst kontraproduktive Weise und verstärken dadurch die Problematik - was zum Looping-Effekt führt.
Die Psychologin Carola Stiglmayr und der Psychiater Jan Brüning gen. Brinkmann gehen im Gespräch mit dem Psychologen, Autor und preisgekrönten Podcaster Thorsten Padberg dem Looping-Effekt nach.
Literatur:
Antonowsky, A. (1997) Salutogenese. DGVT-Verlag.
Chevalier, O. (2024). „It starts on TikTok“: Looping Effects and The Impact of
Social Media on Psychiatric Terms. Philosophy, Psychiatry, & Psychology, 31
(2). S. 163–174.
Gergen, K. (1994). Realities and Relationships. Cambridge: Harvard University
Press.
Hacking, I. (2012). Menschenarten. The Looping Effect of Human Kinds. Leipzig:
sphères.
Haslam, N. (2016). Concept creep: Psychology’s expanding concepts of harm
and pathology. Psychological Inquiry, 27 (1), 1–17.
Jaspers, K. (1965), Allgemeine Psychopathologie. Springer-Verlag.
Padberg, T. (2021). Die Depressions-Falle. Wie wir Menschen für krank erklären,
statt ihnen zu helfen. Frankfurt a. M.: Fischer-Verlage.
Padberg,. T. (2025). Die Macht der Diagnosen - Looping-Effekte und die Folgen für die Psychopathologie. Psychotherapeuten Journal, 1/25, S. 4-11. https://doi.org/10.61062/ptj202501.001
Padberg, T. & Veith, A. (2024). Problemanalysen. In S. Fliegel, W. Jänicke, S.
Münstermann, G. Ruggaber, A. Veith & U. Willutzki (Hrsg.), Verhaltenstherapie
– Was sie kann und wie es geht. Ein Lehrbuch (S. 227–250). Tübingen:
dgvt-Verlag.Shorter, E. (1993). From paralysis to fatigue. A history of psychosomatic illness in the modern era. New York: THE FREE PRESS.
Riedesser P. (2016). Maschinengewehre hinter der Front. Mabuse-Verlag.
Thom, J. et al. (2024). Entwicklung der Diagnoseprävalenz psychischer Störungen 2012–2022. Dtsch Arztebl Int; 121: 355–62. DOI: 10.3238/arztebl.m2024.0052.
Vorderholzer, U &Schramm E (2024) Das Behandlungs-Prävalenz-Paradoxon der psychischen Erkrankungen und ihrer Therapieverfahren: Was können wir daraus für die Praxis lernen? Verhaltenstherapie, 34 (2): 48–50. https://doi.org/10.1159/000539373
Watters, E. (2016) Crazy like us - Wie Amerika den Rest der Welt verrückt macht. DGVT-Verlag.
Wiesner, M. & Willutzki, U. (1992). Sozial-konstruktivistische Wege in der Psychotherapie.
In S. J. Schmidt (Hrsg.), Kognition und Gesellschaft. Der Diskurs
des Radikalen Konstruktivismus 2 (S. 337–379). Frankfurt a. M.: Suhrkamp.

Thursday Aug 28, 2025
Thursday Aug 28, 2025
Literatur:
Bock, T. & Heinz A. (2016). Psychosen - Ringen um Selbstverdständlichkeit. Psychiatrie Verlag, 1. Auflage.
Cullenberg, J. (2008). Therapie der Psychosen - Ein interdisziplinärer Ansatz. Psychiatrie Verlag.
Haddock, G. & Slade, P.D. (1996). Cogntive-Behavioural Interventions with Psychcotic Disorders. New York: Routledge.
Lincoln, T.M. (2019). Kognitive Verhaltenstherapie der Schizophrenie. Ein individuenzentrierter Ansatz. 3. überarbeitete Auflage. Göttingen: Hogrefe.
Ludwig, L. & Hug, V. (2023). Ratgeber Verfolgungsängste und Verfolgungswahn. Göttingen: Hogrefe
Schlier, B. & Bremenkamp, A. (2023). Ratgeber Stimmenhören und andere akustische Halluzinationen. Göttingen: Hogrefe.
S3-Leitlinie Schizophrenie: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/038-009
Steuwe, C. et al. (2025) Cognitive Behavioral Psychotherapy as an Add-on in Comprehensive Outpatient
Care of Non-affective Psychoses: A Multicenter Randomized-Controlled Effectiveness Trial in a Naturalistic Setting. Schizophrenia Bulletin vol. 51 no. 3 pp. 742–753, 2025
Schizophrenia Bulletin vol. 51 no. 3 pp. 742–753. https://doi.org/10.1093/schbul/sbae080
